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Regens­bur­ger Bünd­nis für Kli­ma­schutz

Auf jeden Bür­ger kommt es an .Ein brei­tes Regens­bur­ger Bünd­nis prä­sen­tiert Chan­cen der Elek­tro­mo­bi­li­tät, Ver­kehrs­wen­de, Ernäh­rungs­wen­de und fort­schritt­li­che Ener­gie­er­zeu­gung. Die KHG hat sich mit ein­ge­bracht und will sich auch künf­tig in die­sem Bereich stär­ker enga­gie­ren.

Arnold Schwar­zen­eg­ger, der Ex Gou­ver­neur Kali­for­ni­ens brach­te es auf der Welt­kli­ma­kon­fe­renz in Bonn auf den Punkt: Wir dür­fen nicht war­ten, bis eine ver­meint­lich über­ge­ord­ne­te Insti­tu­ti­on Kli­ma­schutz vor­schreibt. Dann ist es viel­leicht zu spät. Jeder muss auf sei­ner Wir­kungs­ebe­ne im Sin­ne der Umwelt han­deln.

Noch befin­det sich der Welt­kli­ma­gip­fel, der zum vier­ten Mal in Bonn statt­fin­det, mit­ten in der Arbeit. Vie­le natio­na­le und inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen ver­su­chen mit Aktio­nen Ein­fluss auf die­se Ent­schei­dun­gen vor Ort zu neh­men, unter ihnen auch Akti­ve aus Regens­burg. Damit Kli­ma­schutz eine Chan­ce hat, müs­sen glo­ba­le, natio­na­le und auch loka­le Insti­tu­ti­on wie z.B. Stadt und Land­kreis Regens­burg den Kli­ma­schutz vor­an­trei­ben. Mit Aktio­nen, Anrei­zen, durch Geset­ze, Ver­ord­nun­gen und durch eige­ne akti­ve Vor­bild­funk­ti­on. Von beson­de­rer Bedeu­tung ist dabei jedes Unter­neh­men und jeder ein­zel­ne Bür­ger: Statt sich ent­spannt zurück­zu­leh­nen in der Annah­me, die inter­na­tio­na­le Staa­ten­ge­mein­schaft, der Staat oder die Kom­mu­ne wür­de es schon rich­ten, for­dert das Regens­bur­ger Akti­ons­bünd­nis die Bür­ger dazu auf, bei der Energie‑, Ver­kehrs- und Ernäh­rungs­wen­de selbst mit­zu­ge­stal­ten.

Eine spon­tan gebil­de­te Alli­anz aus ver­schie­de­nen Grup­pie­run­gen bot dazu Infor­ma­tio­nen und Aktio­nen an. Der Name des Ver­an­stal­tungs­or­tes „Koh­len­markt“ stell­te dabei einen deut­li­chen Bezug zur kli­ma­schäd­li­chen Koh­le­ge­win­nung und ‑ver­stro­mung wenig moder­ner Indus­trie­ge­sell­schaf­ten her. Denn eine moder­ne Gesell­schaft ver­än­dert nicht das Kli­ma zukünf­ti­ger Genera­tio­nen. Noch in den 90er Jah­ren waren die Aus­wir­kun­gen von Koh­le­ver­bren­nung und Die­sel­fahr­zeu­gen am rauch­ge­schwärz­ten Regens­bur­ger Dom deut­lich sicht­bar.

Zur Ver­kehrs­wen­de stell­ten zwei Mit­glie­der der Büfa (Bünd­nis für Atom­aus­stieg und erneu­er­ba­re Ener­gien) ihre pri­va­ten E‑Autos der Öffent­lich­keit vor. Es han­del­te sich um unter­schied­lich alte Renault Zoe, wodurch sehr deut­lich wur­de, wie stark sich die Eck­da­ten der E‑Mobile in nur einem Jahr ver­bes­sert haben: Statt 150 km rea­le Reich­wei­te aktu­ell bereits über 300 km bei glei­cher Elek­tro­nik und Motor.

Bund Natur­schutz (BN), der All­ge­mei­ne Deut­sche Fahr­rad­club (ADFC ) als auch der Ver­kehrs­club Deutsch­lands (VCD) stell­ten klar, dass zur Elek­tro­mo­bi­li­tät immer auch ein Aus­bau des öffent­li­chen Ver­kehrs und eine deut­li­che Auf­wer­tung des Rad­ver­kehrs gehör­ten. Bei der Akti­on wur­de das von der REWAG zur Ver­fü­gung gestell­te Las­ten-Pedel­ec aus­führ­lich getes­tet (es kann von allen Auto­fah­rern kos­ten­los im Park­haus Dach­au­platz gemie­tet wer­den); auch das Unter­neh­men »Fei­ne Räder« stell­te ein Pedel­ec zur Ver­fü­gung. Ein Bür­ger berich­te­te, er sei mit sei­nem Pedel­ec jah­re­lang täg­lich von Regens­burg nach Regenst­auf gefah­ren, »bei jedem Wet­ter«. Das mag nicht jedem Bür­ger Spaß berei­ten, es deu­tet aller­dings dar­auf hin, dass in der Elek­tro­mo­bi­li­tät noch wesent­lich mehr Poten­ti­al steckt, wenn man nur den Mut auf­bringt, es ein­mal aus­zu­pro­bie­ren.

Für den Bereich der Strom­erzeu­gung stand Armin Schmid von der Wind­power GmbH Rede und Ant­wort. Er wünscht sich auch für Bay­ern die Rück­kehr zur Ener­gie­wen­de, die durch poli­ti­sche Beschlüs­se völ­lig zum Erlie­gen kam. Haupt­hin­der­nis aus sei­ner Sicht: die so genann­te »10H-Rege­lung«, dass Wind­rä­der min­des­tens den zehn­fa­chen Abstand ihrer Höhe von Wohn­ge­bäu­den ein­hal­ten müs­sen. Der Aus­bau der Wind­ener­gie in Bay­ern ist damit voll­stän­dig ein­ge­fro­ren. Wal­ter Nowotny, Vor­stand der Bür­ger Ener­gie
Genos­sen­schaft Regens­burg, zeig­te die Mög­lich­keit durch eine Mit­glied­schaft in einer Genos­sen­schaft – auch ohne eige­nes Dach – Teil der akti­ven Ener­gie­wen­de zu sein. Durch den Bezug von bava­ria­strom ver­braucht man den regio­nal erzeug­ten PV-Strom gleich direkt vor Ort.

Green­peace über­nahm die Auf­klä­rungs­ar­beit im Bereich der Agrar­wen­de. Akti­ve klär­ten über die Pes­ti­zid­pro­ble­ma­tik der agro­in­dus­tri­el­len Land­wirt­schaft am Bei­spiel der Bie­nen auf und sam­mel­ten Unter­schrif­ten für ein pes­ti­zid­frei­es Regens­burg. Der Tod der Bie­nen zeigt genau­so wie der all­ge­mei­ne Insek­ten­schwund, dass Boden, Luft und Was­ser als Lebens­grund­la­gen mas­siv beein­träch­tigt wer­den.

Im Hin­ter­grund schmolz eine klei­ne Eis­skulp­tur vor sich hin, die das Abschmel­zen der Glet­scher nach­emp­find­bar machen soll­te. Die­se Akti­on ähnel­te einer Akti­on auf dem Welt­kli­ma­gip­fel in Paris 2015, die dort sehr beein­dru­ckend war.

Ver­an­stal­ter waren meh­re­re Ein­zel­per­so­nen, die bei vie­len Regens­bur­ger Initia­ti­ven und Par­tei­en enga­giert sind, unter ande­rem Harald Kli­men­ta (Attac), Han­nes Eber­hardt (ÖDP), Wal­ter Nowotny (Büfa), Irm­gard Frei­hof­fer (Die Lin­ke), Jörg Dirk­sen (Green­peace), Rai­mund Schobe­rer (BN), Her­mann Josef Eckl (KHG), Ott­mar Kron­schnabl (ver­di), Wolf­gang Bogie (VCD), Evi Pschorr-Schobe­rer (ADFC)

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