Keiner weiß anscheinend mehr so ganz genau, woher der Spruch stammt, der zu einem Motto der 68er-Bewegung geworden ist: »Lebe wild und gefährlich!«. Einige schreiben ihn dem französischen Lyriker Arthur Rimbaud zu, der in der Tat ein wildes und bewegtes Leben führte, andere entnehmen ihn einem Briefwechsel des österreichischen Schriftstellers Arthur Schnitzler, der die wildesten Abgründe der bürgerlichen Seele erkundete, wieder andere meinen, der ebenso scharfzüngige wie hellsichtige Dandy Oscar Wilde sei als Urheber auszumachen.
Wie auch immer. Wir zeigen am Donnerstag, den 6. Mai um 19.30 h im KHG-Café am Weiherweg, dass noch ganz andere, ungeahnte Potentiale in diesem Spruch schlummern. Das Duo b.o.s.s. wird die wilden und gefährlichen Facetten des Lebens direkt vor unserer Haustür und in unserem Alltag ans Licht bringen. Eingestreute Zwischentexte beweisen, dass es — sogar aus biblischer Perspektive! — geradezu eine Aufforderung zum wilden und gefährlichen Leben geben kann. Wir freuen uns, wenn Ihr der Gefahr ins Auge seht und furchtlos an diesem Abend zu uns kommt.



