»nuit française« — Nacht mit französischen Filmen

24. April 2010 (Samstag) | 19.30 Uhr - Ort:

Im Rah­men unse­res Begrü­ßungs­wo­chen­en­des steigt am Sams­tag, dem 24. April ab 19.30 h eine »nuit française« im KHG-Café. Wir laden alle, die neu in Regens­burg sind, ganz herz­lich ein, neue und nette Leute zu tref­fen, gemein­sam span­nende und unter­halt­same fran­zö­si­sche Filme anzu­schauen und sich mit einem klei­nen Imbiss zu stärken.

Fol­gende Filme wol­len wir an die­sem Abend anschauen:

Saint Jac­ques — Pil­gern auf französisch

Saint-Jacques… La Mec­que (in Deutsch­land auch: Saint Jac­ques… Pil­gern auf Fran­zö­sisch) ist eine fran­zö­si­sche Film­ko­mö­die von Regis­seu­rin Coline Ser­reau aus dem Jahr 2005 und han­delt von der 800 km lan­gen Wall­fahrt dreier Geschwis­ter ins spa­ni­sche San­tiago de Compostela.

Die drei Geschwis­ter Clara, Claude und Pierre wer­den nach dem Tod ihrer ver­mö­gen­den Mut­ter zum Notar gela­den, der ihnen den letz­ten Wil­len der Ver­stor­be­nen ver­kün­det. Der Jurist teilt ihnen mit, dass sie, um an das beträcht­li­che Ver­mö­gen zu gelan­gen, eine Pil­ger­fahrt nach San­tiago de Com­pos­tela absol­vie­ren müs­sen, andern­falls ver­fällt das Ver­mö­gen an kari­ta­tive Ein­rich­tun­gen. Die Reise muß, so der Wunsch ihrer Mut­ter, zu Fuß und gemein­sam inner­halb von fünf Mona­ten ange­tre­ten wer­den. Unter lau­ten Pro­tes­ten ent­schlie­ßen sich die drei unter­ein­an­der zer­strit­te­nen Geschwis­ter, die illu­si­ons­lose Leh­re­rin Clara, der stets alko­ho­li­sierte Tunicht­gut Claude und der eif­rige Unter­neh­mer Pierre, die Reise anzutreten.

Sie schlie­ßen sich der illus­tren Rei­se­gruppe Che­min Faisant um Rei­se­lei­ter Guy an, zu der am Abrei­se­tag noch u. a. die an Krebs gene­sende Mat­hilde, der junge Ara­ber Saïd und sein unbe­darf­ter, analpha­be­ti­scher Cou­sin Ramzi, der sich auf dem Weg nach Mekka glaubt, sowie die fran­zö­si­schen Stu­den­tin­nen Elsa und Camille sto­ßen. Saïd tritt diese Reise nur wider­wil­lig an, erhofft sich aber so sei­ner Ange­be­te­ten Camille näher­zu­kom­men. Zu die­sem Zweck lieh er sich von Ram­zis Mut­ter das Geld für die Pil­ger­fahrt, um augen­schein­lich sei­nem Cou­sin das Lesen und Schrei­ben bei­zu­brin­gen. Auf ihrem etwa zwei­mo­na­ti­gen beschwer­li­chen Fuß­marsch zum Grab des Apos­tels Jako­bus auf dem soge­nann­ten Jakobs­weg und anfäng­li­chen Rei­be­reien, küh­len sich bald die Gemü­ter der anwe­sen­den Pil­ger ab, und es stellt sich eine Art Grup­pen­ge­fühl ein.

Wäh­rend ihrer Wall­fahrt ver­bes­sert sich auch das Ver­hält­nis der drei Geschwis­ter unter­ein­an­der. Nach­dem sie die fran­zö­si­sche Grenze pas­sie­ren, offen­bart ihnen Guy, dass sie fortan über ihre Erb­schaft ver­fü­gen kön­nen, sie also nicht die rest­li­che Stre­cke absol­vie­ren müs­sen. Den­noch rau­fen sich die drei, trotz eini­ger Beden­ken, zusam­men und mar­schie­ren gemein­sam mit ihrer Rei­se­gruppe in die Kathe­drale von San­tiago de Com­pos­tela. Auf ihrer lan­gen Wan­de­rung erteilt Clara Ramzi Unter­richt in Lesen und Schrei­ben, wäh­rend sich Saïd und Camille sowie Guy und Mat­hilde näher kommen.

Am Wall­fahrts­ort ange­langt erfährt Ramzi, dass seine Mut­ter inzwi­schen ver­starb. Völ­lig über­wäl­tigt von Trauer und Mit­ge­fühl rei­sen die Pil­ger am Ende des Films zurück nach Frank­reich, wo Clara, Claude und Pierre ihr Erbe antre­ten. Der Notar führt die Geschwis­ter auf ein Anwe­sen ihrer ver­meint­lich toten Mut­ter. In einem Fens­ter des Hau­ses sieht man eine alte, greise Frau, die glück­lich und zufrie­den die drei anwe­sen­den Geschwis­ter beob­ach­tet. An die­ser Stelle ist reich­lich Platz für Spe­ku­la­tio­nen und es obliegt dem Auge des Betrach­ters diese Situa­tion zu deu­ten. Ver­mut­lich han­delt es sich bei der alten Dame um die Mut­ter der drei, die mög­li­cher­weise nur ihren Tod vor­täuschte, um den Zusam­men­halt der Fami­lie zu bestär­ken. Wahr­schein­li­cher ist aber, dass es sich hier­bei um das Sinn­bild der Seele ihrer Mut­ter han­delt, wel­che nun end­lich zur Ruhe kom­men kann, im Wis­sen ihre Kin­der wie­der ver­eint zu haben.

Sie sind ein schö­ner Mann

Sie sind ein schö­ner Mann ist eine fran­zö­si­sche Film­ko­mö­die aus dem Jahr 2005 mit den Haupt­dar­stel­lern Michel Blanc und Medeea Marinescu.

Nach dem Unfall­tod sei­ner Frau muss der Bauer Aymé Pigre­net plötz­lich selbst sei­nen Haus­halt ver­sor­gen. Beson­ders die schmut­zige Wäsche und das dre­ckige Geschirr machen ihm zu schaf­fen. Um Abhilfe zu schaf­fen, wen­det er sich bereits zehn Tage nach dem Tod sei­ner Frau an ein Ehevermittlungsinstitut.

Aymé erwar­tet von sei­ner neuen Frau vor allem, dass sie kräf­tig ist und eine Wasch­ma­schine bedie­nen kann. Durch seine nicht gerade roman­ti­schen Vor­stel­lun­gen kommt eine fran­zö­si­sche Frau jedoch kaum in Frage.

Die Che­fin des Ehe­ver­mitt­lungs­in­sti­tut macht ihm den Vor­schlag, sich nach einer jun­gen Rumä­nin umzu­se­hen, die bereit ist für ein paar Euros und einen fran­zö­si­schen Pass so ziem­lich alles zu tun.

Gemein­sam mit Madame Marais macht sich Aymé also auf in das weit ent­fernte Rumä­nien, um aus den zahl­rei­chen Bewer­be­rin­nen die Pas­sende aus­zu­wäh­len. Die meis­ten der jun­gen Damen, auf die er dort trifft, wol­len jedoch Sän­ge­rin und nicht Bäue­rin wer­den und been­den ihr Vor­stel­lungs­ge­spräch jedes Mal mit dem aus­wen­dig gelern­ten Satz Sie sind ein schö­ner Mann. Nur Elena, die ins Aus­land will, um das nötige Geld für ihre kleine Toch­ter zu ver­die­nen, bekommt früh genug mit, wor­auf der Fran­zose aus ist, und ver­hält sich so, dass sie mit ihm nach Frank­reich rei­sen darf.

Gegen­über sei­nen Bekann­ten und Freun­den gibt Aymé Elena als eine ent­fernte Ver­wandte aus, die auf sei­nem Bau­ern­hof ein Prak­ti­kum machen möchte.

Das Zusam­men­le­ben der bei­den sehr unter­schied­li­chen Per­so­nen ist nicht ein­fach. Die junge und lebens­lus­tige Elena und der alte, mür­ri­sche Bauer müs­sen erst ein­mal ler­nen, auf­ein­an­der zuzu­ge­hen. Vor allem Aymé muss fest­stel­len, dass er eine Frau mit Wün­schen, Bedürf­nis­sen und Gefüh­len an sei­ner Seite hat und nicht nur eine bil­lige Haushaltshilfe.

Cho­co­lat

Cho­co­lat – Ein klei­ner Biss genügt (Ori­gi­nal­ti­tel: Cho­co­lat) ist ein britisch-US-amerikanischer Spiel­film aus dem Jahr 2000, der auf dem Roman »Cho­co­lat« von Joanne Har­ris basiert. Regie bei dem Roman­tik­film führte Lasse Hall­ström, das Dreh­buch schrieb Robert Nel­son Jacobs. Die Haupt­rolle spielte Juli­ette Binoche.

An einem eis­kal­ten, win­di­gen Win­ter­tag im Jahr 1959 kommt Vianne Rocher mit ihrer Toch­ter Anouk im ver­schla­fe­nen Pro­vinz­städt­chen Lansquenet-sous-Tannes zwi­schen Tou­louse und Bor­deaux an. Vianne ist eine Ruhe­lose, zieht mit dem Wind und lässt sich von ihrer ver­stor­be­nen Mut­ter Chiza lei­ten, die einst als Noma­din in Süd­ame­rika gelebt und ihrer Toch­ter die Geheim­nisse der Scho­ko­la­den­zu­be­rei­tung anver­traut hat.

In dem Pro­vinz­städt­chen mie­tet Vianne eine leer­ste­hende ehe­ma­lige Patis­se­rie von der alten Dame Armande und baut sie in eine Cho­co­la­te­rie um. Zudem eröff­net sie ihren Laden wäh­rend der christ­li­chen Fas­ten­zeit – sehr zum Miss­fal­len des bigot­ten Bür­ger­meis­ters Comte de Reyn­aud, der die Geschi­cke der Stadt mit kon­ser­va­ti­ver Hand leitet.

Noch mehr als mit ihren Süßig­kei­ten und Pra­li­nen macht sich Vianne durch ihr offe­nes, herz­li­ches Wesen all­mäh­lich in dem Städt­chen einige Freunde. Der Bür­ger­meis­ter sieht aller­dings in ihr immer stär­ker die Ver­kör­pe­rung des Bösen, zumal sie auch noch allein­er­zie­hende Mut­ter einer unehe­li­chen Toch­ter ist. Sie zieht sich sei­nen Unmut noch wei­ter zu, als sie die von ihrem Ehe­mann schwer miss­han­delte Klep­to­ma­nin Jose­phine bei sich aufnimmt.

Als Vianne die am Fluss Tan­nes kam­pie­ren­den Zigeu­ner auf das Herz­lichste begrüßt und sich spä­ter zudem auf ein Ver­hält­nis mit dem Zigeu­ner Roux ein­läßt, zet­telt der Bür­ger­meis­ter mit einer Flugblatt-Aktion einen »Boy­kott gegen die Unmo­ral« an und will auch die unste­ten „Fluss­rat­ten“ in sei­ner Stadt nicht dul­den. Auch Vianne hält seine Anfein­dun­gen bald nicht mehr aus und möchte wei­ter­zie­hen, wird jedoch von ihrer Toch­ter, die das unstete Leben leid ist, davon abgehalten.

Schließ­lich sieht der Bür­ger­meis­ter kei­nen ande­ren Aus­weg, als das Pro­blem mit roher Gewalt zu lösen, Vian­nes Laden zu zer­stö­ren und sie zu ver­trei­ben. Wäh­rend er die Ein­rich­tung zer­trüm­mert, gelangt ein Scho­ko­la­den­split­ter auf seine Lip­pen; der Geschmack über­wäl­tigt ihn und weckt seine lange unter­drück­ten Lei­den­schaf­ten und Bedürfnisse.

Die Geschichte endet mit einem gro­ßen Scho­ko­la­den­fest und der Rück­kehr des Zigeu­ners Roux zu Vianne.

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