Im Rahmen unseres Begrüßungswochenendes steigt am Samstag, dem 24. April ab 19.30 h eine »nuit française« im KHG-Café. Wir laden alle, die neu in Regensburg sind, ganz herzlich ein, neue und nette Leute zu treffen, gemeinsam spannende und unterhaltsame französische Filme anzuschauen und sich mit einem kleinen Imbiss zu stärken.
Folgende Filme wollen wir an diesem Abend anschauen:
Saint Jacques — Pilgern auf französisch
Saint-Jacques… La Mecque (in Deutschland auch: Saint Jacques… Pilgern auf Französisch) ist eine französische Filmkomödie von Regisseurin Coline Serreau aus dem Jahr 2005 und handelt von der 800 km langen Wallfahrt dreier Geschwister ins spanische Santiago de Compostela.
Die drei Geschwister Clara, Claude und Pierre werden nach dem Tod ihrer vermögenden Mutter zum Notar geladen, der ihnen den letzten Willen der Verstorbenen verkündet. Der Jurist teilt ihnen mit, dass sie, um an das beträchtliche Vermögen zu gelangen, eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela absolvieren müssen, andernfalls verfällt das Vermögen an karitative Einrichtungen. Die Reise muß, so der Wunsch ihrer Mutter, zu Fuß und gemeinsam innerhalb von fünf Monaten angetreten werden. Unter lauten Protesten entschließen sich die drei untereinander zerstrittenen Geschwister, die illusionslose Lehrerin Clara, der stets alkoholisierte Tunichtgut Claude und der eifrige Unternehmer Pierre, die Reise anzutreten.
Sie schließen sich der illustren Reisegruppe Chemin Faisant um Reiseleiter Guy an, zu der am Abreisetag noch u. a. die an Krebs genesende Mathilde, der junge Araber Saïd und sein unbedarfter, analphabetischer Cousin Ramzi, der sich auf dem Weg nach Mekka glaubt, sowie die französischen Studentinnen Elsa und Camille stoßen. Saïd tritt diese Reise nur widerwillig an, erhofft sich aber so seiner Angebeteten Camille näherzukommen. Zu diesem Zweck lieh er sich von Ramzis Mutter das Geld für die Pilgerfahrt, um augenscheinlich seinem Cousin das Lesen und Schreiben beizubringen. Auf ihrem etwa zweimonatigen beschwerlichen Fußmarsch zum Grab des Apostels Jakobus auf dem sogenannten Jakobsweg und anfänglichen Reibereien, kühlen sich bald die Gemüter der anwesenden Pilger ab, und es stellt sich eine Art Gruppengefühl ein.
Während ihrer Wallfahrt verbessert sich auch das Verhältnis der drei Geschwister untereinander. Nachdem sie die französische Grenze passieren, offenbart ihnen Guy, dass sie fortan über ihre Erbschaft verfügen können, sie also nicht die restliche Strecke absolvieren müssen. Dennoch raufen sich die drei, trotz einiger Bedenken, zusammen und marschieren gemeinsam mit ihrer Reisegruppe in die Kathedrale von Santiago de Compostela. Auf ihrer langen Wanderung erteilt Clara Ramzi Unterricht in Lesen und Schreiben, während sich Saïd und Camille sowie Guy und Mathilde näher kommen.
Am Wallfahrtsort angelangt erfährt Ramzi, dass seine Mutter inzwischen verstarb. Völlig überwältigt von Trauer und Mitgefühl reisen die Pilger am Ende des Films zurück nach Frankreich, wo Clara, Claude und Pierre ihr Erbe antreten. Der Notar führt die Geschwister auf ein Anwesen ihrer vermeintlich toten Mutter. In einem Fenster des Hauses sieht man eine alte, greise Frau, die glücklich und zufrieden die drei anwesenden Geschwister beobachtet. An dieser Stelle ist reichlich Platz für Spekulationen und es obliegt dem Auge des Betrachters diese Situation zu deuten. Vermutlich handelt es sich bei der alten Dame um die Mutter der drei, die möglicherweise nur ihren Tod vortäuschte, um den Zusammenhalt der Familie zu bestärken. Wahrscheinlicher ist aber, dass es sich hierbei um das Sinnbild der Seele ihrer Mutter handelt, welche nun endlich zur Ruhe kommen kann, im Wissen ihre Kinder wieder vereint zu haben.
Sie sind ein schöner Mann
Sie sind ein schöner Mann ist eine französische Filmkomödie aus dem Jahr 2005 mit den Hauptdarstellern Michel Blanc und Medeea Marinescu.
Nach dem Unfalltod seiner Frau muss der Bauer Aymé Pigrenet plötzlich selbst seinen Haushalt versorgen. Besonders die schmutzige Wäsche und das dreckige Geschirr machen ihm zu schaffen. Um Abhilfe zu schaffen, wendet er sich bereits zehn Tage nach dem Tod seiner Frau an ein Ehevermittlungsinstitut.
Aymé erwartet von seiner neuen Frau vor allem, dass sie kräftig ist und eine Waschmaschine bedienen kann. Durch seine nicht gerade romantischen Vorstellungen kommt eine französische Frau jedoch kaum in Frage.
Die Chefin des Ehevermittlungsinstitut macht ihm den Vorschlag, sich nach einer jungen Rumänin umzusehen, die bereit ist für ein paar Euros und einen französischen Pass so ziemlich alles zu tun.
Gemeinsam mit Madame Marais macht sich Aymé also auf in das weit entfernte Rumänien, um aus den zahlreichen Bewerberinnen die Passende auszuwählen. Die meisten der jungen Damen, auf die er dort trifft, wollen jedoch Sängerin und nicht Bäuerin werden und beenden ihr Vorstellungsgespräch jedes Mal mit dem auswendig gelernten Satz Sie sind ein schöner Mann. Nur Elena, die ins Ausland will, um das nötige Geld für ihre kleine Tochter zu verdienen, bekommt früh genug mit, worauf der Franzose aus ist, und verhält sich so, dass sie mit ihm nach Frankreich reisen darf.
Gegenüber seinen Bekannten und Freunden gibt Aymé Elena als eine entfernte Verwandte aus, die auf seinem Bauernhof ein Praktikum machen möchte.
Das Zusammenleben der beiden sehr unterschiedlichen Personen ist nicht einfach. Die junge und lebenslustige Elena und der alte, mürrische Bauer müssen erst einmal lernen, aufeinander zuzugehen. Vor allem Aymé muss feststellen, dass er eine Frau mit Wünschen, Bedürfnissen und Gefühlen an seiner Seite hat und nicht nur eine billige Haushaltshilfe.
Chocolat
Chocolat – Ein kleiner Biss genügt (Originaltitel: Chocolat) ist ein britisch-US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2000, der auf dem Roman »Chocolat« von Joanne Harris basiert. Regie bei dem Romantikfilm führte Lasse Hallström, das Drehbuch schrieb Robert Nelson Jacobs. Die Hauptrolle spielte Juliette Binoche.
An einem eiskalten, windigen Wintertag im Jahr 1959 kommt Vianne Rocher mit ihrer Tochter Anouk im verschlafenen Provinzstädtchen Lansquenet-sous-Tannes zwischen Toulouse und Bordeaux an. Vianne ist eine Ruhelose, zieht mit dem Wind und lässt sich von ihrer verstorbenen Mutter Chiza leiten, die einst als Nomadin in Südamerika gelebt und ihrer Tochter die Geheimnisse der Schokoladenzubereitung anvertraut hat.
In dem Provinzstädtchen mietet Vianne eine leerstehende ehemalige Patisserie von der alten Dame Armande und baut sie in eine Chocolaterie um. Zudem eröffnet sie ihren Laden während der christlichen Fastenzeit – sehr zum Missfallen des bigotten Bürgermeisters Comte de Reynaud, der die Geschicke der Stadt mit konservativer Hand leitet.
Noch mehr als mit ihren Süßigkeiten und Pralinen macht sich Vianne durch ihr offenes, herzliches Wesen allmählich in dem Städtchen einige Freunde. Der Bürgermeister sieht allerdings in ihr immer stärker die Verkörperung des Bösen, zumal sie auch noch alleinerziehende Mutter einer unehelichen Tochter ist. Sie zieht sich seinen Unmut noch weiter zu, als sie die von ihrem Ehemann schwer misshandelte Kleptomanin Josephine bei sich aufnimmt.
Als Vianne die am Fluss Tannes kampierenden Zigeuner auf das Herzlichste begrüßt und sich später zudem auf ein Verhältnis mit dem Zigeuner Roux einläßt, zettelt der Bürgermeister mit einer Flugblatt-Aktion einen »Boykott gegen die Unmoral« an und will auch die unsteten „Flussratten“ in seiner Stadt nicht dulden. Auch Vianne hält seine Anfeindungen bald nicht mehr aus und möchte weiterziehen, wird jedoch von ihrer Tochter, die das unstete Leben leid ist, davon abgehalten.
Schließlich sieht der Bürgermeister keinen anderen Ausweg, als das Problem mit roher Gewalt zu lösen, Viannes Laden zu zerstören und sie zu vertreiben. Während er die Einrichtung zertrümmert, gelangt ein Schokoladensplitter auf seine Lippen; der Geschmack überwältigt ihn und weckt seine lange unterdrückten Leidenschaften und Bedürfnisse.
Die Geschichte endet mit einem großen Schokoladenfest und der Rückkehr des Zigeuners Roux zu Vianne.
