Am kommenden Donnerstag lädt die KHG ein zur Gesprächsführung durch die Ausstellung »Lovis Corinth: Geburt der Moderne«. Katharina Sollfrank von der KHG hat die Ausstellung bereits gesehen und schildert hier ihre Eindrücke, die vielleicht bei manchen die Lust wecken, die Kunstwerke selbst in Augenschein zu nehmen.
Geburt der Moderne — die so betitelte Ausstellung, die momentan in der Ostdeutschen Galerie in Regensburg zu sehen ist, zeigt das Werk von Lovis Corinth, dem — wenn man so möchte — führenden deutschen impressionistischen Maler.
Natürlich kommt dort nicht nur der Kunstkenner auf seine Kosten, sondern jeder, der sich eine kurze Auszeit als Ausgleich zum Unialltag und zur momentanen Klausurenphase gönnt. Die Ausstellung zeigt eine vielfältige Mischung an meist sehr ästhetischen, farbenfrohen Bildern: Szenen aus der Religion und Mythologie, Stillleben, Akte, Landschaftsmalerei aus der Zeit, die der Künstler am Walchensee verbrachte; nicht zuletzt (Selbst-)Porträts von Lovis Corinth, die sich wie eine Autobiographie durch sein Werk ziehen. Den Höhepunkt bildet meiner Meinung nach ein Raum, in dem neben anderen großflächigen Gemälden auch das berühmte Salomé-Bild und relativ unkonventionelle Darstellungen der Passion und der Kreuzesabnahme Christi hängen.
Trotz der Vielfalt ist die Ausstellung überschaubar, so dass man die Bilder bequem auch eingehender betrachten kann, ohne dass man dazu einen ganzen Tag in der Ausstellung verbringen müsste. Auch konzentriert sie sich im Wesentlichen auf das Werk des Künstlers, statt Details aus seinem Leben auf unzähligen Schautafeln darzustellen. Ich kann einen Besuch dort nur empfehlen.
Katharina Sollfrank
