Am 30. Juni wählt die Bundesversammlung den Nachfolger von Horst Köhler als Bundespräsidenten. Die Oppositionsfraktionen von SPD und B90/Die Grünen haben als überparteilichen Kandidaten den Bürgerrechtler Joachim Gauck vorgeschlagen. Natürlich nimmt die KHG in parteipolitischen Fragen keine ausdrückliche Stellung, zudem wir der Bundespräsident ohnehin nicht vom Volk gewählt.
Dennoch wollen wir nicht verhehlen, dass Joachim Gauck gerade aus Sicht der Hochschulgemeinden eine sehr interessante Persönlichkeit ist: Er ist politisch unabhängig, als einer der Mitakteure der friedlichen Revolution von 1989 gewiss absolut integer und als »linker, liberaler, konservativer« Theologe bringt er ungewöhnliche und erfrischende Perspektiven in den gesellschaftlichen Diskurs ein.
Auch wenn der Bundespräsident nicht direkt gewählt wird, können wir als Bürgerinnen und Bürger doch Stellung beziehen: bei Facebook und studiVz gibt es Gruppen, die sich mit dem Thema befassen; außerdem könnt Ihr Eurem lokalen Bundestagsabgeordneten schreiben und Eure Meinung zum Ausdruck bringen. Egal, welchem Kandidaten Ihr den Vorzug gebt, wäre dies eine gute Gelegenheit, durch Euer Engagement die vielbeschworene Politikverdrossenheit zu überwinden.
