Aktion zur aktuellen Menschenrechts-Situation im Iran

Die ESG Braun­schweig hat uns auf ein wich­ti­ges Anlie­gen auf­merk­sam gemacht, das die aktu­elle Situa­tion im Iran betrifft: Herr Abdo­lfat­tah Sol­tani, Rechts­an­walt im Iran, wurde im Rah­men der jüngs­ten Demons­tra­tio­nen fest­ge­nom­men und sitzt seit­her im berüch­tig­ten Evin-Gefängnis in Ein­zel­haft. Herr Sol­tani ist Trä­ger des Nürn­ber­ger Men­schen­rechts­prei­ses. Seine Toch­ter Maede hat Kon­takt zur ESG Braun­schweig. Dort wurde in Zusam­men­ar­beit mit Pfr. Klaus Meyer ein Brief erar­bei­tet, der von mög­lichst vie­len Leu­ten an den ira­ni­schen Bot­schaf­ter in Ber­lin geschickt wer­den sollte. Sol­che »urgent actions« haben sich in der Arbeit von Amnesty Inter­na­tio­nal sehr bewährt und schon vie­len poli­ti­schen Häft­lin­gen geholfen.

Maede Sol­tani schreibt fol­gen­des zu die­sem höchst drin­gen­den Anliegen:

Liebe Freunde, [wie] Sie alle Bescheid wis­sen, setze ich mich seit Tagen für die Frei­las­sung mei­nes Vaters ein, der seit dem 16. Juni 2009 unschul­dig im Evin-Gefängnis in Tehe­ran und zwar in Ein­zel­haft sitzt. Warum soll ein Men­schen­rechts­ver­tei­di­ger fest­ge­nom­men wer­den und Tage bzw. Monate mit sei­nen 57 Jah­ren in Haft ver­brin­gen? Was hat er mit der Wahl und Poli­tik zu tun? [Weil alle] Wahl­ak­ti­vis­ten und Poli­tik­en­ga­gierte von der ira­ni­sche Regie­rung als schul­dig ange­se­hen wer­den!! Da mein Vater im ver­gan­ge­nen Jahr von dem inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts­büro in Nürn­berg geehrt wurde, pro­tes­tiert die Stadt Nürn­berg gegen seine Fest­nahme und appel­liert an die Ver­ant­wort­li­chen Abdo­lfat­tah Sol­tani unver­züg­lich aus der Haft zu ent­las­sen. Das Men­schen­rechts­büro in Nürn­berg hat am Sams­tag den 4. Juli, die Bür­ge­rIn­nen in Nürn­berg auf­ge­for­dert an den Bot­schaf­ter der Isla­mi­schen Repu­blik Iran zu schrei­ben und die Frei­las­sung von Abdo­lfat­tah Sol­tani zu for­dern. Ich als seine Toch­ter bitte Sie, alle um die Unter­stüt­zung durch [Briefe an die] ira­ni­sche Bot­schaft. Die Briefe kön­nen am bes­ten ent­we­der per Post geschickt wer­den oder in Kom­bi­na­tion Post und Email. Eine Email allein würde von den Ver­ant­wort­li­chen nicht ernst genom­men wer­den. Ein Ent­wurf für ein sol­ches Schrei­ben habe ich Ihnen hier mit die­ser Email geschickt. Bitte beden­ken Sie dass im Brief­kopf und im letz­ten Absatz der Name Ihrer Stadt kommt, aus der Sie schrei­ben. Die­ses habe ich Ihnen frei gesetzt. Ihre Auf­for­de­rung kann die ira­ni­sche Regie­rung immer wie­der dar­auf hin­wei­sen, dass die Rechte der Men­schen vor allem enga­gierte Men­schen­rechts­ak­ti­vis­ten die sich frei­wil­lig um Frei­heit ihres Lan­des bemü­hen nicht ver­nach­läs­sigt wer­den dür­fen. Ich wäre noch dank­bar wenn Sie diese Mail an Ihre Freun­den und Bekann­ten wei­ter­zu­lei­ten. Herz­li­chen Dank für Ihre Unter­stüt­zung. Mit freund­li­chen Grü­ßen aus Braun­schweig, Maede Soltani

Bei unse­rer kürz­lich sehr gut besuch­ten Ver­an­stal­tung mit Herrn Arian Fari­borz zur aktu­el­len Situa­tion im Iran wurde die Frage gestellt, was wir in Deutsch­land unter­neh­men kön­nen, um den Men­schen dort zu hel­fen. Wir kamen zu dem Schluß, dass Men­schen­rechts­ar­beit durch öffent­li­che Auf­merk­sam­keit und mög­lichst brei­ten Ein­satz für poli­tisch Ver­folgte eines der bes­ten Mit­tel sein könnte, um zu einem wenigs­tens all­mäh­li­chen Wan­del in die­sem Land beizutragen.

Daher unter­stützt auch die KHG Regens­burg ganz aus­drück­lich diese Aktion und bit­tet Euch darum, Euch daran zu betei­li­gen. Einen Muster-Brief fin­det Ihr hier zum Down­load. Wei­tere Infos gerne im KHG-Büro. Aktu­el­les zur Men­schen­rechts­si­tua­tion im Iran könnt Ihr auch hier nachlesen.

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